Warum analoge Fotografie?

Warum fotografiert man heute noch analog? Analog fotografieren aus nostalgischen Gründen? Sicher nicht. Weil die Qualität des analogen Fotos besser ist? Ganz sicher auch nicht. Warum dann, wenn es doch die digitale Fotografie gibt?

Entschleunigtes Fotografieren

Ebony SV 23 Bei einem Rollfilm, wie er im Mittelformat Verwendung findet, gibt es zwischen 8 und 16 Aufnahmen. Je nach Aufnahmeformat der Kamera. Selbst im Kleinbildformat sind es nur 36 Aufnahmen. Das ist wirklich nicht viel, das machen manche in wenigen Minuten.

Man überlegt sich jedes Bild doppelt und dreifach, man sieht und fotografiert bewußter. Entschleunigtes Fotografieren, nicht einfach klick-klick und den Rest in den digitalen Papierkorb.

Fotografie als Handwerk

Man ist kein „Fortschrittsverweigerer“ wenn man heute noch analog fotograiert. Für mich ist die Fotografie immer und zuerst auch „Hand Werk“ – ungeachtet aller künstlerischen Ambitionen. Genau das habe ich bei der Digitalen Fotografie vermisst.

Das Entwickeln des Films, das Begutachten der Negative und den magischen Moment in der Dunkelkammer, wenn das Bild in der Schale die ersten Konturen zeigt. Der fertige Schwarz-Weiss-Print, vorzugsweise auf Barytpapier, entschädigt für alle Mühen. Eine unvergleichliche Haptik und eine Wärme die man digital eben nicht so hinbekommt.